éditorial
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Die Konzeption von TRICOLORE (September 2003)
Literatur zu TRICOLORE (September 2003)
TRICOLORE à Fribourg (mai 2003)
TRICOLORE, vue par la science (Mai 2003)
Arguments pour TRICOLORE (septembre 2003)
Au revoir, Renatus. Un grand merci. (juin 2003)

Notre journal a fait peau neuve (septembre 2003)

Colloque à Göttingen (novembre 2003)

Didacta und mehr... (février 2004)

Jugendsünde (février 2004)

«PRIVAT-UNI» MIT TRICOLORE (janvier 2005)

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Die Konzeption von TRICOLORE
 

Diesen Text können Sie im word-Format (.doc) herunterladen: Rubrik "extra".
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Diese deutsch-französische Schülerzeitung gibt es seit 1997; sie hat sich als Mittel des Fremdsprachenunterrichts bewährt. Im Folgenden liste ich der Kürze halber die wichtigsten Elemente der Arbeit mit TRICOLORE in Thesenform auf. Es sind einfache Grundsätze, die sich im Laufe der Entwicklung gebildet und als praktikabel erwiesen haben.

- TRICOLORE ist eine Schülerzeitung.

Daraus ergibt sich, dass alle Artikel von Schülern geschrieben und verantwortet werden. Die Autoren äußern ihre eigene Meinung, ihre eigene Sichtweise. Sie entscheiden auch darüber, welches Thema sie bearbeiten wollen oder vorschlagen. Zensur gibt es hier nicht: Wir lieben das freie Wort. Eine Beschränkung ergibt sich höchstens dadurch, dass die Adressaten dieser Zeitung wiederum Jugendliche sind und aus der Tatsache, dass das Internet das Medium der größten Öffentlichkeit ist: Man mache die Schreiber auf diesen Sachverhalt aufmerksam. Nicht alles, was man im Klassenraum äußern kann, ist auch für ein gänzlich unüberschaubares Publikum geeignet.

Die Freiheit der Themenwahl und der Meinungsäußerung hindert nicht, dass die Unterrichtenden ihren Schülern dabei mit Rat zur Seite stehen oder ihnen Anregungen geben. Im Gegenteil: Vielfach fällt den Verfassern nicht ohne weiteres ein interessantes Thema ein oder eines, das sie mit ihren jeweiligen sprachlichen Möglichkeiten bearbeiten können. Beratung ist wichtig.

Um die Schreiber daran zu erinnern, dass sie für ihre Beiträge verantwortlich sind, sind diese regelmäßig mit dem Verfassernamen gekennzeichnet.

- TRICOLORE ist ein Lernort.

Spielregel ist das Schreiben in der Zielsprache: frankophone Schüler schreiben auf Deutsch, germanophone auf Französisch. Wie bei allen gescheiten Spielregeln sind Ausnahmen zulässig.

Diese Zeitung ist nicht eine Ausstellung von hervorragenden Schülerleistungen. Wer nur sprachlich und inhaltlich vollendete Leistungen zur Veröffentlichung zulässt, verhindert, dass Schüler überhaupt je eigene Texte während ihrer Schulzeit verfassen. In diesem Fall werden sie auch nicht lernen, wie man das macht. Wir sind der Überzeugung, dass man Schreiben durch Schreiben lernt: Daher wird man auch unvollkommene Leistungen zulassen, die aber das Kennzeichen ehrlicher Bemühung tragen. (Am Rande sei bemerkt, dass nur dadurch gelernt wird.)

TRICOLORE ist fehlertolerant.

Daher stellt das Schreiben für TRICOLORE zunächst eine - sehr intensive - Übung dar: Das Vokabular wird gefestigt und erweitert. Wer es einmal probiert hat, weiß, dass Schüler bei dieser Arbeit immer wieder nach dem differenzierten Ausdruck fragen, um ihre Sache genau und verständlich ausdrücken zu können. Gleiches gilt von den sprachformalen Gegebenheiten:
Wenn man Grammatik nicht als bloßes Regelwerk (mit tausenden von Verbotsschildern) versteht, sondern als ein Inventar von Mitteln zum genauen, vielleicht gar eleganten Ausdruck von Gedanken, verliert dieser - meist - unbeliebte Unterrichtsgegenstand seinen Schrecken. Beispiel für Französischlehrer: Was kann man besser sagen, wenn man das conditionnel kann?

Gelernt wird beim Schreiben auch die Organisation von Texten. Es gibt viele Mittel, den "roten Faden" sprachlich sichtbar zu machen, von einfachen Versatzstücken wie d'abord, ensuite, finalement bis zu komplizierten Satz- und Absatzstrukturen. Wer Kohärenz von den Schülern nicht einfordert, bringt sie ihnen auch nicht bei. Und natürlich ist sie kein aufgeklebtes Merkmal: Je länger der zu schreibende Text wird, desto nötiger sind Maßnahmen der inneren Folgerichtigkeit, der Entwicklung von Gedanken. Man sollte das nicht nur dem Muttersprachenunterricht überlassen.

Schreibtechniken lernt man, indem man sie ausprobiert.

- TRICOLORE lehrt den Adressatenbezug.

Normalerweise verfasst man Texte nicht nur für sich selber, sondern um anderen etwas mitzuteilen, andere zu amüsieren, zu etwas aufzufordern usf. Diese natürliche Funktion von Texten geht verloren, wenn Schüler nur für den Lehrer schreiben; sie erfahren auch nicht, dass man beim Schreiben immer daran denken muss, wem man etwas schreibt. Das gilt in viel stärkerem Maße in der transnationalen Kommunikation. Der dreizehnjährige Verfasser, der seiner Vorliebe für die "Toten Hosen" Ausdruck geben wollte, musste daran erinnert werden, dass man diese Musikgruppe in Frankreich möglicherweise überhaupt nicht kennt. (Der Schüler hat das Problem übrigens sehr geschickt gelöst: Da ihm sein Sprachstand - zweites Lernjahr - keine differenzierte Auskunft über die Musik dieser Gruppe erlaubte, hat er einfach deren Internetseite angegeben: pour plus d'information, regardez...)

Dies gilt in viel stärkerem Maße in der interkulturellen Kommunikation: Wer den Gesprächspartner nicht kennt und ihn nicht respektiert, wird sich schwerlich mit ihm verständigen können.

- TRICOLORE will die Freude am Erfolg.

Wenn man einen funktionierenden - nicht einen fehlerfreien - Text verfasst hat, der auch gelesen wird, freut man sich. Das ist ein ganz einfaches Rezept zum Erhalt von Motivation. Gönnen wir unseren Schülern doch die Freude an diesem Erfolg und die Erfahrung, dass man auch mit noch unvollständigen Sprachkenntnissen ausdrücken (und verstehen) kann, was einem wichtig ist.
 

                   
 
- TRICOLORE öffnet das Klassenzimmer.

Fremdsprachenunterricht nimmt seine Legitimation von der erfolgreichen Kommunikation mit einem fremdsprachigen Partner. Das Klassenzimmer als geschlossenen Raum zu betrachten, in dem z.B. nur ein Lehrwerk oder Lehr-Programme abgearbeitet werden, macht in Zeiten problemlosen Austauschs über die Medien keinen Sinn mehr. TRICOLORE ist ein Ort der Begegnung verschiedener Kulturen. Lebenswirklichkeit im Unterricht ist möglich und braucht nicht auf die Zeit nach der Schule verschoben zu werden. Wer seine Schüler in der Fremdsprache mündig machen will, scheut die Herausforderung der Öffentlichkeit nicht, sondern sucht sie mit seinen Schülern auf.
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- TRICOLORE fördert Kreativität

Kreativität ist keine Eigenschaft, die man hat oder nicht. Sie ist eine Fähigkeit, die man entwickeln kann. Aber dazu braucht man auch die richtigen Aufgaben, die richtigen Herausforderungen. Wir erwarten nicht, dass unsere Autoren mit vierzehn schon ganze Romane schreiben - immerhin, das hat es in Frankreich schon gegeben - auch an kleineren Aufgaben kann man wachsen.
 

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Armin Volkmar Wernsing
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Literatur zu TRICOLORE
Weitere Erläuterungen zu diesem Projekt, auch Hinweise zur konkreten Arbeit im Unterricht, finden sich in den folgenden Veröffentlichungen.

Armin Volkmar Wernsing, Kreativität im Französischunterricht. Handeln durch Texte. Berlin 1995

~, "La fôte - für mehr Gelassenheit. Fehlerbewertung bei freien Textaufgaben auf der Sekundarstufe 1" in: Französisch heute 3 (1998), 258-263

~, "Kann der (angewandte) Konstruktivismus etwas für leistungsschwache Schüler tun?" in: Gerhard Bach, Britta Viehbrock (Hg), Die Aneignung fremder Sprachen. Perspektiven - Konzepte - Forschungsprogramm. Frankfurt a.M. 2002, 99-104

~, "Schüler das Fragen lehren" in: Französisch heute 2 (1999), 194-199

~, "La salle de classe devient internationale" in: Computer + Unterricht 35 (1999), 29-32

~, "Motivation durch Internet? - Eine Schülerzeitung im Internet" in: Klaus Schüle, Matthias Walther (Hg), Navigator: Frankreich im Internet. Neue Technologien und Internetarbeit im Französischunterricht. Berlin 1999, 43-49

~, "Eine neue Generation von Lehrwerken?" in: Wolfgang Börner, Klaus Vogel (Hg), Lehrwerke im Fremdsprachenunterricht. Bochum 1999, 241-258

~, "Französische Texte schreiben - wie geht denn das?" in: Praxis des neusprachlichen Unterrichts 1 (2002), 71-78

~, "Über die Zuversicht und andere Emotionen beim Fremdsprachenlernen" in: Fremdsprachenunterricht 2 (2003), 81-87

Eine Studie zu einem Teilprojekt von TRICOLORE, besonders zur interkulturellen Dimension, liefert die Dissertation von Vera Sippel (2003) - siehe den Kurzartikel in dieser Rubrik.
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TRICOLORE vue par la science
Ce n'est pas tous les jours que l'auteur d'une thèse de doctorat envoie son ouvrage à un lycée. Cette fois-ci, il y avait une raison particulière: parmi d'autres réalisations d'un enseignement moderne, un projet de TRICOLORE était l'objet d'une étude scientifique.

Dans son livre «Ganzheitliches Lernen im Rahmen der Simulation globale» Vera A. Sippel  étudie «L'île», un jeu publié dans TRICOLORE, 2000, dans lequel nous avons proposé à des jeunes de France, du Togo et d'Allemagne d'écrire ensemble un roman à la Robinson. En effet, il s'agit là d'une simulation comme l'ont définie Débyser, Yaiche et Caré. En plus, cette tentative avait un caractère franchement interculturel.

Extrait:

Mme Sippel, qui travaille actuellement à l'université de Gießen, a très bien relevé les intententions essentielles de ce projet: assurer l'authenticité de la communication écrite, permettre l'expérience de perspectives culturellement différentes.

.....Vera A. Sippel
Ganzheitliches Lernen im Rahmen der Simulation globale.
Grundlagen - Erfahrungen - Anregungen
Tübingen: Gunter Narr 2003

Il faut tout de même avouer que «L'île» n'était pas un succès. Une seule classe française a participé à ce roman. Manque d'intérêt? Sommes-nous trop exigeants?
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Armin Volkmar Wernsing
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TRICOLORE à Fribourg (Brisgou)

Dans le cadre d'une conférence sur le rôle de l'écriture dans l'apprentissage des langues étrangères, A. V. Wernsing a présenté le journal scolaire franco-allemand aux professeurs et aux étudiants de l'université pédagogique Fribourg en Brisgou. L'exposé du 15 mai 2003 continue la série de présentations de la pédagogie de TRICOLORE, qui a mené les responsables aussi en France (Paris, Nantes).

Im Rahmen eines Vortrags über die Rolle des Schreibens beim Fremdsprachenlernen hat A. V. Wernsing die deutsch-französische Schülerzeitung den Professoren und Studenten der Pädagogischen Hochschule Freiburg (Breisgau) vorgestellt. Der freundlich aufgenommene Vortrag vom 15. Mai 2003 setzt die Serie von Darstellungen der TRICOLORE-Pädagogik fort, welche die Verantwortlichen auch nach Frankreich (Paris, Nantes) geführt hat.

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Ein Gebäude der PH Freiburg
 

"Warum wird Französisch abgewählt?"

Armin Volkmar Wernsing ("Tricolore") sprach in Freiburg zum Thema "Französisch schreiben und lernen"

Das Prinzip der Internet-Zeitung "Tricolore" ist einfach: Deutsche Schülerinnen schreiben im Rahmen ihres Unterrichts französische Texte, die sie ins Netz stellen. Dort werden sie in erster Linie von den französischen Schülern ihrer Partnerschuien gelesen und - manchmal - kommentiert. Dasselbe geschieht umgekehrt: Französische Schüler schreiben deutsche Texte, die von deutschen Schülern im Internet gelesen werden. Und ab und zu gibt es Reaktionen.

Armin Volkmar Wernsing, Gymnasiallehrer, Lehrerbildner und Schulbuchautor aus Krefeld, hat Tricolore schon 1997 initiiert. Eingeladen vom Schreibzentrum der PH Freiburg sprach er am 15. Mai diesen Jahres vor Lehramtsstudierenden und DozentInnen über seine Erfahrungen,

Der Erfolg der Tricolore-Idee, so Wernsing, zeige sich vor allem an der Lernfreude und den deutlich verbesserten Leistungen seiner Schüler, Und das in einem Schulfach, das sonst vor allem Frust produziert: "Warum wird Französisch abgewählt?" lautete die Ausgangsfrage, die Wernsing sich und seinen Schülern stellte. Die Antworteten kamen prompt: Französisch gilt als langweiliges Fach, in dem es schlechte Noten nur so hagelt.

Wernsing vermutet die Ursache dafür im allzu starren Lehrbuchunterricht. Schüler werden noch immer auf bequem benotbares Wissen hin getrimmt: Schreiben und Sprechen müssen in erster Linie korrekt sein. Klassenarbeiten werden nur für den Lehrer geschrieben, der sie ausschließlich zu dem Zweck liest, eine Note zu geben. Im "realen Leben" aber kommt es vor allem darauf an, dass Sprecher oder Schreiber von einem Rezipienten verstanden werden. Gerade das wird in der Schule nie geübt. Tricolore lehrt Adressatenorientierung: Wie schreibe ich z.B. über "Die toten Hosen" so, dass ein französischer Jugendlicher, der deren Musik nicht kennt, mit meinem Text etwas anfangen kann?

Die Texte seiner Schüler sieht Wernsing nicht als fertige Produkte, sondern als Anlässe wiederholter Überarbeitung, als sichtbare Lernprozesse. Grammatik und Vokabular werden Mittel zum Zweck: Man eignet sich an, was man gerade braucht, auch wenn es das Lehrbuch der Klassenstufe zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorsieht. Im Titel des Vortrags "Französisch schreiben und lernen" steckt auch eine bewusste Provokation: Mit dem Schreiben und Veröffentlichen sollten schon Schüler der ersten Lehrjahre einer Fremdsprache beginnen, lange bevor sie sie "beherrschen". Nicht nur Tricolore, auch das 3journal bietet hierfür die Gelegenheit!

Sylvia Schmieder
Aus: 3journal (Freiburg), Juni 2003
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Arguments pour TRICOLORE

                  
 

Vous pouvez télécharger ce texte au format RTF. Voir la rubrique téléchargement.
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Chère collègue, cher collègue,

pendant les six années du travail avec TRICOLORE, j'ai compris à quel point il est important de s'intéresser au bien-être de l'allemand en France sans pour autant se mêler à des choses qui ne nous regardent pas. Or, les chiffres sont inquiétants: 9 % des élèves français qui choisissent l'allemand, et le chiffre, dans certaines Académies, est en chute libre. Le «tout anglais» semble bien une réalité. N'oublions pas qu'en Allemagne, le français langue étrangère rencontre les mêmes difficultés. Un tel développement a, de toute évidence, plusieurs raisons: sociales, économiques, culturelles, administratives, politiques (nous ne le savons que trop). Quant aux causes du déclin de la langue française dans les établissements scolaires en Allemagne, j'ai essayé de faire un tour d'horizon dans «Warum Französisch auf der Roten Liste steht». (1)

Le professeur d'allemand dans un collège, dans un lycée, est-il donc condamné à assister à la débâcle les mains liées, incapable de changer le cours des événements? Je pense que non. Et c'est l'histoire de TRICOLORE dans mon propre lycée qui me donne de l'espoir.

Nous avons passé quinze ans sans «Leistungskurs» (le français renforcé = cinq heures de cours par semaine) en seconde, première, terminale. Et les cours de trois heures s'effilochaient doucement, insensiblement. A la fin, j'avais encore cinq élèves en terminale. Actuellement, le nouveau Leistungskurs est en première, une classe en dessous a 27 élèves - la normalité est revenue. Il faut dire que pratiquement tous les élèves, qui ont choisi de continuer le français, ont passé par TRICOLORE avant. En écrivant pour ce journal, ils ont appris qu'ils étaient capables de se débrouiller au niveau lycée - et ils le sont. Lisez leurs textes, par exemple les historiettes («Rue du Savon») écrites en seconde, leurs TPE une année après («Le sens de la propriété: le patrimoine», «Le paysage médiatique en France et en Allemagne», «C'est mon choix - un entretien télévisé sur France 3»). Dans une très large mesure, la certitude de réussir détermine le choix des élèves; et cette certitude doit venir de l'expérience personnelle, non d'un gentil professeur qui leur promet monts et merveilles. (2)

Voilà ma petite histoire. Elle est simple. Il vrai que le sort d'une matière ne dépend pas exclusivement de l'action pédagogique d'un seul; le chef d'établissement, le recteur de l'Académie peuvent mettre bien des bâtons dans les roues. Et le ministre qui s'intéresse ou non aux langues vivantes.

Mes expériences m'ont donné de l'espoir et du courage. Il en faut. Pourquoi? Parce qu'on doit d'abord se débarasser de certains mythes.

Mythe n° 1: Les élèves sont nuls. (C'est une phrase que j'entends très souvent en Allemagne.) Il y en a, naturellement. Mais la vérité est que très souvent, ils ne voient pas pourquoi il se fatigueraient. Imaginez le cas de quelqu'un qui voudrait apprendre à nager et à qui on dit qu'il doit d'abord apprendre les mouvements, couché sur le ventre et sur une chaise, et cela pendant quatre ans avant d'entrer dans l'eau.

Les jeunes d'aujourd'hui sont impatients; il ne veulent pas attendre la Saint Glinglin pour utiliser leurs connaissances (tout à fait limitées). J'ai lu avec plaisir la remarque de J. Confais - pourtant grammairien comme moi - que les élèves ont besoin de "Erfolgserlebnisse" dès les premières semaines et que les motivations affectives ont un impact immédiat.

Mythe n° 2: Les Français ne sont pas doués pour les langues. Est-il nécessaire de commenter ce cliché?

Mythe n° 3: Tout doit être correct. D'abord, la notion est bien relative. Citons la Bible: «Que celui parmi vous, qui est est sans faute, jette la première pierre.» Deuxièmement: tout corriger est le moyen infaillible de faire taire un apprenant. On ne se ridiculise pas en commettant une erreur, on se ridiculise quand on la fait la cinquième fois.

Là encore, Confais peut nous aider. Je cite:

«En allemand, l'enseignement a été trop souvent basé sur des attentes grammaticales, notamment dans l'évaluation. Les raisons en sont d'ordre historique: les premiers professeurs d'allemand au XVIIIème siècle, étaient des réfugiés, qui ont enseigné l'allemand comme le latin, privilégiant la formation de l'esprit par rapport à la communication. Il faut plutôt évaluer la capacité de s'exprimer, la fluidité, et chercher à diminuer la peur de l'erreur chez l'apprenant.»

On pourrait ajouter que, déjà au 18ème siècle, cette méthode latinisante était largement dépassée, le 17ème ayant connu des méthodes que, de nos jours, on appellerait communicatives.

Pour l'écrit, TRICOLORE offre la possibilité de valoriser les connaissances déjà acquises dans une communication qui fonctionne. Ce n'est pas une corvée supplémentaire et n'empêche nullement de suivre le programme: n'importe quel texte écrit pendant le cours ou comme devoir peut devenir un article de ce journal. L'envoyer via mél et le tour est joué! (3) Lorsque j'ai présenté le journal aux collègues français qui étaient venus à Paris pour le "Deutschlehrertag", tout le monde était bien d'accord que c'était une chose simple, très motivante pour les élèves. Mais oser faire le premier pas, c'est autre chose. Est-ce que nous aurions des réticences, nous, leurs professeurs? Finalement, ce projet est une invention française - merci Monsieur Freinet!

J'ai eu la chance d'assister à des cours donnés au collège, au lycée. Et c'était impressionnant. J'ai surtout admiré ce qu'on appelle chez nous "Ergebnissicherung": les élèves français avaient acquis des savoirs sûrs. Là, le système français est supérieur au nôtre (ce que l'étude PISA a souligné, d'ailleurs). J'ai aussi remarqué, soyons sincères, que nos élèves avaient moins de problèmes à prononcer leur petite phrase - souvent mal construite - dans une discussion. Pourquoi? Ils étaient habitués à dire ce qu'ils avaient à dire. Il faudrait qu'on apprenne l'un de l'autre; nous avons tant de choses à nous dire! Avec un peu d'optimisme bien nécessaire: on arrivera à redresser la situation. Et à faire parler un allemand, un français passable à nos élèves.

Petite remarque pour terminer cette lettre: les professeurs qui ont travaillé ensemble dans ce journal sont devenus amis. C'est déjà un bon résultat, n'est-ce pas?

Essayez! Avec tous mes compliments,
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Armin Volkmar Wernsing


 
 

(1) Bulletin de l'A.D.E.A.F. 73 (Octobre 2000), 60-69

(2) Les élèves aiment les défis (ceux qui sont couronnés de succès, bien sûr): j'ai fait cette expérience plusieurs fois, avec des classes différentes. Il y a une explication neurologique de ce phénomène et de ses répercussions didactiques dont j'ai parlé dans "Über die Zuversicht und andere Emotionen beim Fremdsprachenlernen" Fremdsprachenunterricht 2 (2003) 81-87.

(3) En général, on saisit le texte, après une première correction, avec un logiciel comme Word qui permet de le sauver au format HTML, directement utilisable. Après, on l'envoie comme annexe à un mél à notre adresse (voir la page départ qui donne un accès direct).
 

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